Löw - "Vorne rund und hinten eckig" -
dass derartige Beiwagenformen wieder in Mode kommen, mutmaßt Alois Löw nach seinen jüngsten Erfahrungen bei Gespanntreffen. Zumindest gefiel sein zunächst als Einzelstück gebautes Stahlblechboot einigen Besuchern derart gut, dass sie gleich Duplikate in Auftrag gaben. Die Beiwagenkarosserie bietet 60 cm Sitzbreite und etwa 170 Liter Stauraum im Heck. Dieser ist über einen separaten abschließbaren Deckel zugänglich, was auch die zunächst eigenwillig anmutende Kombination von Rundungen im Front- und Kanten im Heckbereich erklärt. Schließlich wird die Gondel handgefertigt, womit der Formgebung Grenzen gesetzt sind. Ebenfalls der Stückzahl, wie Löw betont. Der Bayer will nur wenige Exemplare davon bauen. Nicht mal einen Namen gibt es für das Modell. "Jedes Stück ist ein Unikat", so Löw.
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Als Zugmaschine für die Nummer eins der Blechgondel-Miniserie fungiert die Yamaha XVS 1100 Drag Star Classic, die von 1999 bis 2007 das Programm des deutschen Importeurs bereicherte. Von der Standardversion unterscheidet sich die Classic durch einen breiteren Vorderreifen, für beide Modelle beträgt der Vorderradnachlauf 136 mm. Um diesen zu verkürzen, versetzt Löw die Radachse mit Hilfe von Stahlträgerelementen nach vorne. Diese sind in den ursprünglichen Achsaufnahmen verschraubt und zusätzlich über einen U-Bügel, der außerdem die Bremsscheiben und Kotflügel aufnimmt, abgestützt. Dieser Bügel ist mit den ursprünglichen Aufnahmen für das Schutzblech verschraubt. Ein Stabilisator an den Tauchrohren sorgt für zusätzliche Verwindungssteifigkeit. Bei der Drag Star reduziert sich der Nachlauf auf rund 70 mm. Das System lässt sich individuell an jedes Motorrad mit Standard-Telegabel anpassen und kostet je nach Aufwand ab 850 Euro. Um den Reifenverschleiß im Heck zu reduzieren, läuft die XVS 1100 auf einem 185/65 x 15.
Kontakt: http://www.seitenwagen.cc
AK 46/09




