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Anhänger - Alles für den Hund

 

Vielleicht können Sie sich noch an unsere Vorstellung eines in Zusammenarbeit mit Gespannbau Bülter aufgebauten Suzuki GN 250-Gespannes erinnern. Nun lieferte uns Besitzer Ralf Meier einen Nachtrag, der nicht nur wegen seines sympathisch anmutenden Mitfahrers Rocko zeigens- und erwähnenswert scheint. Doch lassen wir Leser Meier selbst über sein Anhänger-Projekt berichten:

 

Die Idee zum Anhänger kam, als der Platz für Kind und Hund im Beiwagen zu eng wurde.

 

 

Bei diesem Anhänger handelt es sich um den einrädrigen PAV 41 aus Tschechien. Er wurde in den 1960er und 1970er Jahren mit den Jawa-Modellen 350 und 500, aber auch mit den Cezeta-Rollern kombiniert. (Anm. der Red.: Zu den hierzulande wenig bekannten tschechischen Scootern gibt es diverse interessante Bilder und Infos im Internet: Einfach bei Google "Cezeta" eingeben). Der Einrad-Trailer ist per "Kardangelenk" mit dem Motorradheck verbunden und geht mit der Zugmaschine in Schräglage. Die Anhängerkupplung ist mit dem Rahmen des Velorex-Beiwagens verschraubt.   Der PAV 41 hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 51 kg, wiegt leer 21 kg und erlaubt eine bauartbedingt zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, also mehr als das in Deutschland für Motorräder erlaubte Limit. Von Steuern, Versicherungs- und Zulassungspflicht ist der Anhänger befreit, jedoch bedarf er einer Betriebserlaubnis. 

 

Den Anhänger habe ich in Eigenregie restauriert. Dabei habe ich ihn so umgerüstet, dass er entweder mit dem Originaldeckel oder mit der selbst konstruierten Windschutzscheibe nebst Verdeck als "Hundeanhänger" gefahren werden kann. Mein Hund Rocko hat in diesem Jahr schon rund 1500 Kilometer im Anhänger abgespult. Er ist mit einer kurzen Leine mit Karabiner-Haken gegen Herausspringen gesichert,. Die Windschutzscheibe aus Lexan ist so geformt, dass keine Zugluft im Hänger entsteht und Abgase ferngehalten werden. Das Cabrio-Verdeck des Anhängers kann geschlossen oder auch offen gefahren werden.

 


Um den Anhänger rechtmäßig auf bundesdeutschen Straßen zu bewegen, bedurfte es noch einer zugelassenen Anhängevorrichtung, welche die Firma Gespannbau Bülter, Grävenwiesbach, konstruiert hat. Anstelle des PAV-spezifischen Kardangelenkes kann ein Kugelkopf montiert werden, womit das Ziehen eines kleinen zweirädrigen Anhängers ebenfalls möglich ist.


Weitere Infos:http://www.ralfmeierwolfhagen.de/15202/26753.html
AK 46/09