Threewheelfactory TerZo - Dreier mit Vieren
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Bei Threewheelfactory werden nicht nur exklusiv verpackte Drei- respektive Vierräder wie das Street-Ray kreiert. Das badische Unternehmen führt auch richtig schnelle Apparate im Repertoire. Zum Beispiel das zweisitzige TerZo. Mit Reihenvierzylindern aus dem Motorradbau (Suzuki Hayabusa 1300, Suzuki Bandit 1250, Honda Fire Blade oder vergleichbare Triebwerke mit Euro 3) läuft der sportliche Dreier allemal deutlich über 200 km/h - und das nicht nur theoretisch. Denn auf der Fahrwerkseite hat Threewheelfactory keine Mühen gescheut, das TerZo auf satte Straßenlage zu trimmen. Der Gitterrahmen aus hochwertigem Stahlrohr sorgt für die notwendige Steifigkeit, die breitspurige Vorderachse sowie die Räder mit breiten Reifen für hohe Kippsicherheit in schnell gefahrenen Kurven. Die Doppelquerlenkeraufhängung vorne und die Zugschwinge im Heck sind über jeweils einen Stoßdämpfer straff, aber nicht knüppelhart gefedert.
Ähnlich wie der Ruko-Threewheeler RX 1 vermittelt das Terzo ein ausgesprochen direktes und auch sinnliches Fahrgefühl. Unmittelbar hinter den knapp geschnittenen Schalensitzen rockt der Motor, von vorne lässt der Fahrtwind die aktuelle Geschwindigkeit erahnen. Und die Fliehkräfte in Kurven machen vollends klar, welches Dynamikpotential dieses Dreirad bietet. Ist Fliegen schöner?
Als Spezialist für Maschinenbau, Sondermaschinen, CNC-Fräsen etc. (www.technop.de) pflegt das Plankstädter Unternehmen ohnehin zwangsläufig hohe Qualitäts-Standards. Auch wenn Threewheelfactory nur als Ableger aus dem Enthusiasmus für dreirädrige Spezialfahrzeuge entstand, bleibt der Qualitätsanspruch bis ins Detail gewahrt. TerZo und sein einsitziges Pendant T-Rod sind alles andere als Bastelobjekte. Auf Stückzahlen schielt Senior-Konstrukteur Martin Preuss jedoch überhaupt nicht, auch Dumpingpreise sind kein Thema: "Wir müssen damit nicht unser Geld verdienen", stellt Preuss klar. Dennoch operiert Threewheelfactory nicht losgelöst von marktgerechten Kalkulationen. So werden möglichst viele Komponenten bis hin zur Bremsanlage inklusive ABS der Basis-Motorräder verwendet. Man darf sich also nicht täuschen lassen: Auch wenn Threewheelfactory wenig unternimmt, um seine Dreiräder bekannt zu machen, fahren diese durchaus auf dem Niveau der engagierteren Mitstreiter Ruko und GG. Sportlich orientierte Threewheeler-Fans werden sich beim Kaufentscheid daher am ehesten von ihren geschmacklichen Vorlieben leiten lassen müssen. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Gut, dass dies nun auch in dieser Fahrzeugkategorie so ist!
Kontakt: http://www.threewheelfactory.de
Technische Daten:
| Motor: | Fahrwerk: | Maße: |
| flüssiggekühlter Reihenvierzylinder-Viertakter, Hubraum 1340 ccm, Elektrostarter, sequentielles Sechsganggetriebe, Sekundärantrieb über Kette, Leistung 145 KW (197 PS) bei 9500/min, max. Drehmoment 155 Nm bei 7200/min. | Gitter-Stahlrohrrahmen, vorne Doppelquerlenker mit je einem Federbein, hinten gezogene Stahlschwinge mit einem Federbein, Leichtmetallräder mit Bereifung 205/40-17 vorne und 295/35-18 hinten, pedalbetätigte Verbundbremse mit vorne zwei Scheiben und hinten einer Scheibe, stahlummantelte Bremsleitungen. |
Gesamtlänge 3510 mm, Gesamtbreite 1980 mm, Radstand 2400 mm, Spurweite vorne 1780 mm, Leergewicht 448 kg. Höchstgeschwindigkeit: ca. 275 km/h. |
threewheelfactoryterzoprospekt.pdf [6.849 KB]
AK 44/09






