Boss Hoss - Faszination 8
Boss Hoss Trike Coupé Style
Boss Hoss kann für sich einige Superlative in Anspruch nehmen. Mit acht Zylindern, sechs Litern Hubraum und 425 PS Nennleistung bietet der US-amerikanische Hersteller die größten und leistungsstärksten Motorräder in Serie an. Und dazu liefert das Unternehmen gleich auch noch die passenden Conversion-Trikes, was ebenfalls einmalig ist.
Mittlerweile hatten wir die Möglichkeit, Fahreindrücke mit dem vor vier Wochen an dieser Stelle beschriebenen Straßenkreuzer-Dreirad in der aktuellen Version zu sammeln. Das von uns gefahrene Sondermodell "Flying Fortress" des in Hürth-Knapsack ansässigen Importeurs unterscheidet sich von der Serie durch eine extravagante Lackierung und verchromte Alurädern aus dem BH-Zubehör mit der mächtigen Bereifung 255/35 ZR 20 (Standard 275/60 R 15).
Boss Hoss Coupé Style - Trike
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Keine Frage - im Vergleich mit den BossHoss-Dreiern muten andere Moto-Trikes bis hin zur Honda Gold Wing wie Hungerhaken an. In allen Belangen stellen das Coupe Style und noch mehr das Chevy Style mit seinen mächtigen Heckflossen Superlative dar. Spätestens wenn die Beine nach dem Aufsitzen die wahre Breite des mächtigen Tanks spüren, realisiert man, dass die Dimensionen nicht durch perspektivische Verzerrung größer als gewohnt erschienen.
Und was sich nach dem Anlassen des Achtzylinders tut, stellt Gold Wing & Co auch akustisch und kinetisch in den Schatten. Bei dieser Kraftentfaltung macht es Sinn, dass das 660 Kilo schwere Trike ausschließlich mit Viergang-Automatik - selbstredend mit Rückwärtsgang - angeboten wird.
Boss Hoos Chevy Style - Trike
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Theoretisch sind mit dem BossHoss über 250 km/h möglich. Doch wen interessiert das ernsthaft? Vielmehr sollen die viel zu vielen Zylinder, Kubik und PS absolut entspanntes Cruisen ermöglichen. Man kann, wenn man will. Und wollte man ernsthaft, dürfte das Fahrwerk weitestgehend mitspielen. Das hohe Gewicht und die fetten Reifen lassen das Über-Dreirad trotz der schmalen Spur satt liegen. Die bei respektablem Komfort straffe Federung vermittelt ein direktes Gefühl. Im Fahrbetrieb wirkt die Lenkung deutlich agiler, als es das Probezerren im Showroom vermuten lässt. Etwas mehr Biss wünscht man sich von den Bremsen. Per Pedal werden die beiden hinteren Zweikolbensättel samt der linken Vierkolbenzange am Vorderrad aktiviert. Die rechte der beiden vorderen Brembo-Sättel gehorcht dem Zug am Handhebel.
Was uns sonst auffiel: Die Windschutzscheibe ist so gestaltet, dass ihr Rand oberhalb des Sichtfeldes liegt. Unangenehm warm wird es um die Beine, sobald der kühlende Fahrtwind fehlt. Was aber nicht verwundern darf, wenn das schnellste dreirädrige Heizkraftwerk seine Arbeit aufnimmt....
Kontakt: http://www.bosshosscycles.de
AK 17/09













