Moto-Trikes
In Nordamerika erfreuen sich Moto-Trikes, auch „Conversion-Trikes“ genannt, einiger Beliebtheit. Dabei handelt es sich um Dreiräder, bei denen die Hinterachse eines Motorrades durch eine zweirädrige Konstruktion ersetzt wird. Je nach technischer Ausführung kann dafür zusätzlich ein erweiterter, meistens angeschraubter Heckrahmen notwendig werden. Für die Hinterachsen nehmen die Trike-Anbieter gerne Starrachsen aus dem Automobilbau, die meistens auf eine schmalere Spurbreite gestaucht werden. Alternativ kommen Einzelradaufhängungen mit Quer- oder Schräglenkern zum Einsatz. Daneben gibt es aus diesen Konzepten abgeleitete Speziallösungen. Bei allen in Deutschland angebotenen Trikes erfolgt der Endantrieb zu den beiden Hinterrädern über ein zwischengeschaltetes Differentialgetriebe, das meistens von einem Pkw adaptiert wird.
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Die Lenkgeometrie wird teilweise vom Basismotorrad übernommen – allerdings mit der Konsequenz, dass je nach Nachlaufwert für das Vorderrad mehr oder weniger hohe Lenkkräfte anfallen. Um diese zu reduzieren, kann der Nachlauf verkürzt werden. Dies erfolgt entweder durch ein flacheres Anstellen der Gabel über modifizierte Gabelbrücken, durch ein Vorverlegen der Achsaufnahme oder durch eine komplett neue Vorderradführung. Für die Bremsen schreiben die Zulassungsvorschriften eine Verbundanlage vor, bei der alle drei Räder gemeinsam per Pedal verzögert werden. Eine zusätzliche Handbremse ist erlaubt. Nur bei einer Baubreite von mehr als 1,30 m benötigen Moto-Trikes zwei Scheinwerfer, das Fahrlicht des Motorrades muss dann deaktiviert sein. Da die Dreiräder zulassungsrechtlich der Klasse L5E zugeordnet sind, müssen sie lediglich die Abgasnorm Euro 2 erfüllen. Allerdings kann man keineswegs davon ausgehen, dass sie diese Hürde schaffen, wenn bereits die Basismaschinen Euro 2 oder gar Euro 3 genügen. Denn die Fahrzeuggewichte erhöhen sich und die Gesamtübersetzungen fällt in der Regel kürzer aus, was direkten Einfluss auf das Abgasverhalten bei den Euro-Fahrzyklen hat.
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Um in den Genuss eines Moto-Trikes zu gelangen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: ein komplett neues Fahrzeug, ein gebrauchtes Trike und der Umbau einer neuen oder auch gebrauchten Solomaschine. Vor diesem Hintergrund haben wir uns bei der Auswahl der hier vorgestellten Dreiräder nicht auf das aktuelle Neumaschinenangebot beschränkt, sondern auch die Conversion-Trikes einbezogen, die in den vergangenen Jahren hierzulande angeboten wurden. Die Preise für Gebrauchtfahrzeuge beziehen sich auf Trikes in gutem Zustand und dienen lediglich als Anhaltspunkt. Etwas unübersichtlich gestaltet sich die Lage bei den in China produzierten Billig-Dreiern: Zwar gelangten bereits einige der 250er von Bunker oder Fun Trikes (nicht zu verwechseln mit Fun Trike in Marl) nach Deutschland, doch scheint es derzeit noch an der Kontinuität der Vertriebsstrukturen zu hapern. Unsere Übersicht wird ständig aktualisiert und ergänzt. Im übrigen stellen wir weiterhin die Neuerscheinungen ausführlich in unserer Moto-Trike-Rubrik vor.
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Kontakte:
Boom: www.boom-trikes.com Boss Hoss: www.bosshoss.com, www.bosshosscycles.de Bunker: www.bunker-trike.com California Sidecar: www.californiasidecar.com, www.bikerspoint-fuchs.de Da Silva: remig-dasilva@t-online.de Fun Trike: www.fun-trike.de
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Fun Trikes: www.fun-trikes.de (under construction) Krüger: www.krueger-technik.de Lehman: www.cea.deMartin Conquest: www.martinconquest.com Motor Trike: www.motortrike.com, www.bikerspoint-fuchs.de
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Q.Tec: www.qtec-engineering.com Rewaco: www.rewaco.de Rüegg: rueggyamaha@swissonline.ch XCaliber (VG): www.xcaliber-holland.nl W-Tec/EML: Händlernachweis www.emlsidecar.com, Breitspur-Martinique www.krossline.de
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AK 52/09